Ein buntes Fest zum Abschied

Besonderes Qualifizierungsprojekt des Caritasverbandes Krefeld geht zu Ende

In jedem Ende liegt auch ein neuer Anfang: das beweist das „Kiwi-Projekt“ des Caritasverbandes für die Region Krefeld – ein Qualifizierungsprojekt zum Aufbau von Führungs- und Problemlösungskompetenzen für junge und erwachsene Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte. Beim Abschlussfest des Projektes wurde bereits eine neue Aktion vorgestellt, die im Rahmen von „youngcaritas“ weiterlaufen soll.

 

 

Als vor drei Jahren mit den „Überfliegern“ das erste Bildungsprojekt für Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte der Caritas Krefeld endete, entsprang daraus das Kiwi-Projekt: Kiwi steht in diesem Fall nicht nur für eine Frucht – es ist vielmehr Ausdruck der Einstellung, die hinter dem Projekt steht: Kann ich, will ich! Ziel war es, Jugendliche und Vertreter aus Migranten-Selbstorganisationen in ihren bestehenden Ressourcen zu bestärken und diese zu erweitern. In Seminaren und Workshops, die jeweils einen Umfang zwischen vier und 20 Stunden hatten, bekamen sie nützliche Fähigkeiten an die Hand, die dann in verschiedenen Projekten umgesetzt wurden. Von einem EDV-Kurs, über ein Rhetorik-Seminar, ein Teamstärkungsseminar oder einen Berufsvorbereitungskurs bis hin zu einem Theaterworkshop bestand ein breites Angebot, das von insgesamt 131 Teilnehmern (70 Jugendliche und 61 Erwachsene) wahrgenommen wurde.

Drei Jahre nach Beginn des Projektes, welches durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mitfinanziert wurde, kamen Initiatoren, Teilnehmer und Wegbegleiter noch einmal zusammen, um das Geleistete und Erlernte zu feiern.

 

 

Begeisterung und Dankbarkeit gegenüber „Kiwi“

Im Rahmen einer bunten Veranstaltung in der Zentrale des Caritasverbandes Krefeld – mit Musik aus Tadschikistan, Speisen aus der Türkei und Kaffee aus Eritrea – blickten Teilnehmer und Verantwortliche zurück auf die Projektzeit. „Die Idee, nach den Überfliegern weiter zu machen, war schnell geboren – als dann der konzeptionelle und der finanzielle Rahmen geklärt waren, konnte es weitergehen“, erklärte Eva Renard, Caritas-Sachbereichsleiterin. Gefri Bethel, ein jugendlicher Projekt-Teilnehmer aus Angola führte durch das Programm, bei dem deutlich wurde, welche positiven Auswirkungen Kiwi auf die Teilnehmer hatte und wie dankbar alle Beteiligten waren – für die erhaltenen Chancen und die gemeinsame Zeit.

„Uns fehlt es häufig nur an den Möglichkeiten, um unser ganzes Potential abzurufen – Kiwi hat diese Möglichkeiten geboten und alle haben davon profitiert“, sagte Mussié Mesghinna, der als früherer Leiter des Fachdienstes für Integration und Migration bei der Krefelder Caritas das Projekt ins Leben gerufen hatte. Dass es dabei um mehr als Integration ging, weiß Isabel Rubusch, ehemalige Projektkoordinatorin: „Alle engagierten Leute können in unserer Gesellschaft etwas bewirken – das hat Kiwi gezeigt.“

Die Jugendlichen spielten eine zentrale Rolle im Projekt – sie übernahmen Verantwortung und festigten ihre Persönlichkeit. „Kiwi hat mir dabei geholfen zu entscheiden, was ich machen möchte. Jetzt mache ich eine Ausbildung zum Erzieher“, resümierte beispielsweise Gefri Bethel. Doch nicht nur die Jugendlichen profitierten vom Projekt, auch die Mitglieder der Migranten-Selbstorganisationen stellen positive Effekte fest. „Ich habe gelernt, wie man effektiver und strukturierter arbeiten kann – vor Kiwi dauerten unsere Sitzungen immer Stunden, weil sie nicht richtig strukturiert waren. Jetzt schaffen wir in kürzerer Zeit mehr Dinge“, erklärte Simon Mahari, Vorsitzender des Eritreischen Vereins Krefeld.

 

Jetzt geht es weiter mit youngcaritas

In jedem Ende liegt auch ein neuer Anfang: dass dies nicht nur für den Beginn, sondern auch für das Ende des Kiwi-Projektes gilt, betont Patricia Jurado-Ekmekci, Koordinatorin vonyoungcaritas in Krefeld und in der Endphase Projektleiterin von Kiwi: „Aus den Workshops und Kontakten haben sich viele neue Ansätze ergeben und die Jugendlichen haben tolle Ideen für weiteres soziales Engagement. Wir werden so viele dieser Ideen wie möglich aufgreifen und versuchen zu realisieren.“ Youngcaritas dient als Plattform für das soziale Engagement junger Menschen. Als eine erste Aktivität haben die Jugendlichen eine Stadtführung durch Krefeld erarbeitet: Menschen, die neu in die Stadt kommen, sollen so an wichtige Institutionen herangeführt werden, die ihnen den Start in Krefeld erleichtern und helfen sollen, beruflich sowie kulturell zurechtzukommen.

Weiter Informationen zur Stadtführung sowie anderen Projekten von youngcaritas unter www.youngcaritas-krefeld.de oder bei facebook. Ansprechpartnerin ist Patricia Jurado-Ekmekci – Telefon: 02151 / 32 60 361, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Autor: Benjamin Strahlen (Caritas Krefeld - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  - Volontär Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

 

Wer wir sind, das kann man hier nachlesen...

Was wir bis jetzt gemacht haben, das kann man hier nachlesen ...

Was regelmäßig bei uns stattfindet, dass sieht man in der rechten Spalte.

Was bald bei uns stattfinden wird, dass findet man bald hier auf der Startseite.